Artikel:Autoversicherung - Regionalklassenstatistik aktuell

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Die Höhe der Beiträge für die Kfz-Haftpflicht- oder Kaskoversicherung hängt von der jeweiligen Regionalklasse ab, in die Versicherungsnehmer aufgrund der Zulassungsbezirke eingestuft werde. Die Regionalklassenstatistik wird über die Zahl und Schwere aller Schadensfälle ermittelt und jährlich angepasst. Bei der Anpassung der aktuellen Regionalklassenstatistik haben sich, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gab, nur wenige Änderungen ergeben. Von den insgesamt 434 Zulassungsbezirken verbleiben fast 64 Prozent in der gleichen Haftpflicht-Regionalklasse. Betrachtet man die Zahl der zugelassenen Pkw, bleiben im Vergleich zum Vorjahr ca. 69 Prozent in derselben regionalen Einstufung. Die Vorjahresstatistik verzeichnete gleich bleibende Regionalklassen bei knapp 64 Prozent.

Besonders weit nach unten, und zwar gleich um vier Klassen, rutschte der Zulassungsbezirk Zwickau in Sachsen, was auf eine Kreisgebietsreform zurückzuführen ist. Da das Chemnitzer und das Zwickauer Land seit August 2008 zum Landkreis Zwickau gehören, werden das vormalige Chemnitzer Land um zwei Klassen rauf, beziehungsweise das vormalige Zwickauer Land um eine Klasse herabgestuft. Drei Klassen herabgestuft werden ebenfalls die vormaligen Bezirke Meißen-Radebeul und Plauen. Zwei Klassen höher wird nun auch Riesa-Großenhain eingestuft, da es von nun an dem Kreis Meißen angehört. Sachsens Landeshauptstadt Dresden sowie der Mittlere Erzgebirgskreis und Döbeln steigen ebenfalls um eine Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Noch geringer fallen die Veränderungen für Vollkaskoversicherungen aus. Hier verändern sich nur 18 Prozent der Zulassungsbezirke. In eine günstigere Regionalklasse werden zehn Prozent und mehr. Ähnlich sieht es für die Regionalklassen der Teilkasko aus, bei der rund 80 Prozent in der gleichen Klasse verbleiben.

Wie günstig oder teuer ein Zulassungsbezirk in Deutschland ist, wird über einen Indexwert mit einem bundesweiten Durchschnitt = 100 ermittelt. Der Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg ist mit einem Indexwert von nur 72,6 für Autohaftpflichtversicherungen der preisgünstigste Regionalbezirk. Auf dem letzten Platz rangiert mit 127,5 – wie im Vorjahr – der Landkreis Kaufbeuren. Mit einer Vollkaskoversicherung kommt man über den Indexwert von 75,2 am günstigsten im Kreis Friesland davon, während Berlin mit satten 129,6 den teuersten Zulassungsbezirk darstellt. Noch erheblicher geht die Schere der Regionalklassen allerdings bei der Teilkaskoversicherung auseinander. Wer diese in Würzburg mit einem Indexwert von 55,6 abschließen kann, darf sich glücklich schätzen. Das Gegenteil ist vermutlich im Kreis Uecker-Randow der Fall, wo über einen Indexwert von 227,2 eingestuft wird.

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