Artikel:Boom der privaten Altersvorsorge
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Boom der privaten Altersvorsorge
„Das Geschäft mit der Angst vor der Altersarmut läuft gut“, berichtete die Online-Ausgabe manager-magazin.de vom 5. September 2006.
Deutsche Lebensversicherungen haben in der ersten Hälfte des Jahres deutlich mehr Beiträge vereinnahmen als im Vorjahr. Der Geschäftsführer der GDV (Gesamtverband der der deutschen Versicherungswirtschaft), Wolf Rüdiger, kündigte einen Rekordzuwachs bei den neuen Verträgen von 13% gegenüber dem Vorjahr an. Darunter sind auch 1,9 Mio. private Rentenversicherungen mit möglichen Zahlungen bis zum Lebensende, was eigentlich einen Zuwachs nur bei den Rentenpolicen von rund 34% bedeutet. „Die private Leibrente tritt einen Siegeszug an“ kommentierte Rüdiger den erheblichen Plus.
Eine klare Tendenz lässt sich allerdings dabei feststellen: Vor allem die Riester-Produkte haben viele neue Kunden angelockt. Allein diese staatlich geförderte Form der Altersvorsorge brachte 900.000 neue Verträge für die deutschen Versicherungsgesellschaften, was ein Wachstum von ganzen 257% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Nach Angaben der Bundesregierung, die Anzahl der Bürger, die im Besitz eines Riester-Vertrages sind, beträgt zum jetzigen Zeitpunkt 6,5 Mio. Daraus erfolgt, nach Meinung des GDVs, dass die Anzahl der Bürger, die noch einen Anspruch auf Riester-Zulagen haben, aber immer noch ohne Versicherungsverträge sind, bei etwa 25 Mio. liegt, worin gerne eine Herausforderung für die Versicherer gesehen wird.
Die Zahl der neuabgeschlossenen Kapitalversicherungen ist im ersten Halbjahr des 2006 jedoch leicht gesunken – 615.000 Neuverträge wurden in diesem Zeitraum abgeschlossen, was einem Rückgang von rund 4% entspricht. Versicherungsexperten sehen den Grund für den Rückgang in dem Wegfallen von Steuervorteilen für diese Policen, die mit dem Alterseinkünftegesetz von 2005 weggeschafft wurden.
