Artikel:Zigarettenkonsum lässt Versicherungsprämien in die Höhe schnellen
Aus Das Versicherungs Wiki
Statistisch gesehen sterben Raucher früher – das ist bekannt. Denn mit dem inhalierten blauen Dunst steigen nicht nur die monatlichen Ausgaben, die durch erhöhte Tabaksteuern und ohnehin hohe Kosten anfallen, sondern vor allem das Gesundheitsrisiko. Dieses wirkt sich wiederum maßgeblich auf die Höhe von Versicherungsprämien aus. Ob beim Abschluss von Risikolebens- und Kapitallebensversicherungen oder bei Dread-Desease-Versicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen, Tabakkonsum erhöht die monatlichen Aufwendungen maßgeblich.
Dabei werden in der Regel keine Unterschiede gemacht, ob ein Versicherungsnehmer täglich mehr als eine Schachtel Zigaretten raucht oder ob er als Gelegenheitsraucher ein paar Mal im Jahr zum Glimmstängel, zur Pfeife oder zur Zigarre greift. Bianca Boss vom Bund der Versicherten erklärt, dass derjenige als Raucher eingestuft wird, der „in den letzten zwölf Monaten Zigaretten, Zigarren, Tabak oder Pfeife geraucht hat“.
Ein 30-jähriger rauchender Vater muss beispielsweise für eine Risikolebensversicherung mit einer gängigen Laufzeit etwa 40 Euro pro Monat zahlen, um letztlich 200.000 Euro rauszubekommen. Würde er nicht rauchen, müsste er ungefähr nur die Hälfte an Beiträgen leisten, um auf den gleichen Betrag zu kommen. Doch Vorsicht, wer ein solches Laster bei Vertragsabschluss verschweigt, riskiert nicht nur den gesamten Versicherungsschutz, sondern hat nicht einmal mehr Anspruch auf die bereits eingezahlten Beiträge.
Auch wer seine Lebensgewohnheiten während der Vertragslaufzeit ändert, sollte dies dem Versicherer umgehend melden. Zwar ist das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ im Zusammenhang mit dem neuen Versicherungsvertragsgesetz (VVG) aufgehoben worden, dennoch müssen die Prämienbeiträge dem Gesundheitsrisiko entsprechend angepasst werden.
