Artikel:Zukunftsvisionen für die Krankenversicherung
Aus Das Versicherungs Wiki
Die Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) hat die zwei großen Versicherungskonzerne Axa und Allianz beauftragt, ein Arbeitspapier auszuarbeiten, in dem die Zukunft des Gesundheitssystems diskutiert wird. Das Ergebnis ist schockierend – die Experten sehen eine Zukunft nur in der globalen Umwandlung des Versicherungssystems im Bereich 'Gesundheit'. Vorgeschlagen wird unter anderem eine Einheitsversicherung für alle, berichtete Spiegel in seiner Online-Ausgabe vom 10.06.2008.
Die Krankenversicherungen sollen dem Vorschlag zufolge künftig unabhängig von Alter und Geschlecht Einheitspämien berechnen. Diese Grundsicherung wäre für alle verpflichtend, und gesetzliche sowie private Kassen müssten sie zu denselben Konditionen anbieten. Darüber hinaus soll das Recht der Assekuranzen abgeschafft werden, sich die Mitglieder selbst aussuchen zu dürfen. Allerdings sollen die Beiträge für Kinder von dem Staat übernommen werden. In der weiten Zukunft soll sogar die Trennung von gesetzlich und privat versichert ganz abgeschafft werden. Die Versicherungsbranche reagierte auf diese Zukunftsvision zwiespältig. Große Anbieter wie Axa und Allianz begrüßen natürlich die Pläne, denn so können sie laut Spiegel eine Lösung für ihr Problem mit der hohen Zahl an älteren Mitgliedern lösen. Doch die kleineren Versicherungen wie Debeka zum Beispiel befürchten eine Wettbewerbsverzerrung, wenn die Bundesregierung wie beim Gesundheitsfonds den Beitrag festlegen darf.
